Ein Brief an meinen Freund „Entscheidung“

Hallihallo lieber Freund, 

Letztens musste ich wieder einmal an dich denken. Ich habe mich gefragt, wie lange wir uns schon kennen! Wenn ich ehrlich bin, weiss ich es nicht so genau. Ich habe keine prägnante Begegnung vor Augen, die unseren Freundschaftsbeginn markiert. Nein, vielmehr war es ein unterbewusstes Begegnen. Dich bewusst wahrzunehmen habe ich erst gelernt, als ich anfing meine eigenen Gedanken zu entwickeln. Krass, das ist eine echt lange Zeit – könnte dich schon fast Bruder nennen!

Ehrlich gesagt ist es nicht immer einfach, dich in meinem Umfeld zu haben. In deiner Gegenwart habe ich manchmal stark das Gefühl, unter Druck zu stehen. 

Ja ich weiss, es hört sich doof an und ist es eigentlich auch. Du bist nämlich derjenige, der mir die Freiheit zur Selbstbestimmung schenkt. Daran haben mich in den letzten Tagen die Worte von Hans Ulrich Bänzinger erinnert: «Freiheit ist Zwang zur Entscheidung.»

Der Mann hat so Recht gehabt! Mit seinen fünf Worten hat er das Spiel des Lebens ganz einfach erklärt und gezeigt, welches Privileg wir haben, diese Freiheit komplett (aus-)leben zu können. 

Danke, dass du mir die Möglichkeit gibst, in meinem Denken und Handeln völlig frei zu sein. Du bist mir ein wahrer und treuer Freund – vielen Dank dafür!

Liebe Grüsse, dein Freund

G.W

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Gabriel Wyss, Zürich: ein junger Augenoptiker, der das Leben liebt und sich immer wieder neu von dessen Schönheit erfreuen lässt.

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